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Friederike

Friederike„Galanteste Löwin des Jahrhunderts" hatte man Friederike (1778-1841), die jüngere Schwester von Luise, genannt.









Sie galt als noch schöner und anmutiger, doch ihr Weg war weniger geradlinig als der ihrer Schwester. In einem Theater in Frankfurt fiel sie 1793 zusammen mit ihrer Schwester dem preußischen König Frierich Wilhelm II. auf. Der König bahnte sodann die Hochzeiten mit seinen beiden Söhnen an. Friederike heiratete einen Tag nach Luise den Bruder des preußischen Thronfolgers: Prinz Friedrich Ludwig von Preußen – genannt Prinz Louis. Diese erste Ehe verlief unglücklich und endete mit dem frühen Tod des Prinzen im Jahr 1796. Nach Louis Tod musste Friederike den preußischen Hof verlassen, verlor den Titel der Prinzessin von Preußen und musste sogar ihre Kinder in Berlin zurücklassen. Die 19-jährige Witwe stürzte sich dann, so sagt man ihr nach, in zahlreiche Affären und setzte dabei nicht nur ihren guten Ruf sondern auch das enge Verhältnis zu ihrer Schwester Luise aufs Spiel. Als sie ein uneheliches Kind erwartete, erkannte Prinz Friedrich Wilhelm zu Solms-Braunfels das Kind an und heiratete sie.

Aber auch diese zweite Ehe war nicht glücklich – Geldsorgen und Auseinandersetzungen belasteten die Beziehung. 1814 zum zweiten Mal verwitwet, fand Friederike endlich ihr Glück in dem Sohn ihrer Tante (Sophie) Charlotte, Prinz Ernst August, Herzog von Cumberland. Diese Ehe hielt bis zu ihrem Tod und war sehr erfüllt. 22 Jahre nach ihrer Vermählung wurde Ernst August aufgrund komplizierter Thronfolgeregelungen unerwartet König von Hannover und Friederike Königin. In Hannover verstarb sie im Alter von 63 Jahren.